In Berlin Lichterfelde wurde eine Kabelbrücke über die Teltow in Brand gesetzt. Der Unterbruch dieser Leitung hat einen kompletten Stromausfall in 45’000 Haushalten zur Folge. Man rechnet damit, mindestens 6 Tage zu benötigen, um die Stromversorgung wieder herzustellen.

Von Redundanz hat der Netzbetreiber anscheinend noch nie was gehört.

Anscheinend verfügt das Quartier nur über eine einzige Zuleitung.

Eine Redundante Netzstruktur verfügt über mehrere Möglichkeiten der Versorgung.

Im oben abgebildeten Beispiel sind 5 Quartiere über eine Ringleitung verbunden. Ein einzelner Unterbruch in der Ringleitung hat noch keine Folgen. Der Ring wiederum wird über 3 Leitungen versorgt. Fällt Eine davon aus, hat das ebenfalls keine Auswirkungen.

Der betroffene Stadtteil in Berlin ist umgeben von dichter Bebauung, dass hier eine redundante Netzstruktur nicht vorhanden ist, kann ich nicht nachvollziehen.

Nachtrag

Wie sich nun heraus gestellt hat, wird der betroffene Stadtteil mit 2 getrennten Leitungen vom selben Kraftwerk aus versorgt. Allerdings verlaufen beide Leitungen direkt nach dem Kraftwerk über die selbe Kabelbrücke (die abgebrannt ist), bevor sie sich aufteilen.

Trotzdem fehlt eine Verbindung aus einer ganz anderen Richtung. Es braucht Verbindungen die im Regelbetrieb getrennt sind, im Notfall aber geschlossen werden können.